Photovoltaik im Fürther Mehrfamilienhaus: 93% Autarkie für 3 Parteien
Wenn drei Haushalte unter einem Dach leben, teilen sie mehr als nur den Hauseingang. Sie teilen Geräusche, Wege – und am Ende auch die Frage: Wie bekommen wir unsere Energiekosten in den Griff, ohne dass aus Technik ein Dauerprojekt wird? Genau so begann dieses Projekt in Fürth: Photovoltaik im Mehrfamilienhaus – mit drei Parteien, unterschiedlichen Routinen und einem gemeinsamen Ziel: unabhängiger werden, planbar sparen, zukunftssicher erweitern.
Ein Alltag, in dem Energie ein stiller Stressfaktor wird
In einem Mehrfamilienhaus laufen viele Dinge „nebenbei“: Treppenhauslicht, Keller, geteilte Technikräume – und parallel der Verbrauch jeder Wohnung. Die Stromrechnungen steigen, der Gesamtverbrauch bleibt moderat, aber spürbar.
Dazu kam ein realistischer Ausblick: Ein E-Auto stand kurz bevor, ein weiteres war mittelfristig geplant. Die Frage wurde immer konkreter: Wie decken wir den zusätzlichen Bedarf – ohne später alles wieder aufreißen zu müssen?
Und dann die echte Praxis: keine bestehende PV-Anlage, Flachdach (Folie + Bitumen) und eine Zähleranlage aus den 1980er-Jahren. Genau hier trennt sich bei „Photovoltaik Mehrfamilienhaus“ die Theorie von dem, was wirklich funktioniert.
Photovoltaik im Mehrfamilienhaus: Woran es in der Praxis wirklich hängt
Bei Mehrparteienhäusern ist die PV-Anlage selten das Problem. Die kniffligen Punkte sind meistens:
- Zähler-/Messkonzept & Platz im Zählerschrank (alt, eng, nicht für moderne Systeme gedacht)
- Normgerechte Modernisierung (damit Erweiterungen später überhaupt möglich sind)
- Zukunftsfragen: Wallbox, Speicher, Notstrom – und zwar ohne „zweite Baustelle“
- Kommunikation zwischen Parteien: Alle müssen das System verstehen und mittragen
Unser Ansatz ist dabei immer derselbe: zuhören, sauber analysieren, verständlich erklären – und dann ein System planen, das im Alltag einfach wirkt.
Der erste Schritt: Verständnis für den Ort und die Menschen
Schon beim ersten Ortstermin war klar: viel Potenzial. Genug Dachfläche für eine leistungsstarke Anlage, Platz im Keller für einen Speicher – und ein starker Wunsch nach maximaler Unabhängigkeit.
Gleichzeitig waren die Herausforderungen eindeutig:
- Am Hausanschlusskasten war es eng.
- Tiefenerder mussten nachgerüstet werden.
- Die alte Zähleranlage war weder normkonform noch sinnvoll erweiterbar.
Eine der beteiligten Personen war Elektroingenieur. Deshalb haben wir bewusst detailliert und technisch transparent gesprochen – aber ohne Fachchinesisch. Nicht „weil man’s so macht“, sondern warum genau diese Lösung hier Sinn ergibt. Denn ein Energiesystem ist erst dann wirklich gut, wenn die Menschen es verstehen und sich damit sicher fühlen.
So sind wir vorgegangen: Schritt für Schritt zur Mehrfamilienhaus-Lösung
- Vor-Ort-Analyse: Dach, Elektrostruktur, Leitungswege, Zählerlandschaft, Erweiterungswünsche
- Systemkonzept: PV-Erzeugung + Speicherstrategie + zukünftige Wallbox/Notstrom berücksichtigen
- Zähleranlage modernisieren: normgerecht, übersichtlich, erweiterbar – mit Blick auf spätere Ausbaustufen
- Montage & Inbetriebnahme: sauber, nachvollziehbar, dokumentiert
- Einweisung & Support: damit das System nicht nur läuft, sondern auch im Alltag „sitzt“
Eine Lösung, die das gesamte Haus einbezieht
Auf dem Folienflachdach und dem Bitumenflachdach installierten wir eine Photovoltaikanlage mit insgesamt rund 25 kWp. Durch passende Aufständerung konnten beide Dacharten effizient genutzt werden, ohne die Dachhaut zu belasten. Wichtig war: nicht nur „ausreichend“, sondern mit Reserven für die kommenden E-Autos.
Im Keller installierten wir zwei Fronius-Wechselrichter:
- Der Hauptwechselrichter so, dass er direkt mit einem Batteriespeicher verbunden werden kann.
- Der zweite Wechselrichter AC-gekoppelt: Der erzeugte Strom kann erst durchs Hausnetz laufen, bevor eingespeist wird – und er lädt den Speicher, sobald es sinnvoll ist. Gerade bei mehreren Erzeugungssträngen und einem gemeinsamen Speicher ist das eine sehr praxistaugliche Lösung.
Das Herz des Systems: ein BYD-Speicher mit 12,8 kWh. Er ist so eingebunden, dass er die bestehenden Haushalte versorgt – und perspektivisch auch Wallboxen sinnvoll unterstützt.
Zähleranlage: aus Komplexität wird Klarheit
Ein besonders entscheidender Punkt war die Modernisierung der Zähleranlage: Aus sechs Zählern wurden zwei – normgerecht, übersichtlich und mit Option, später weitere Zähler nachzurüsten. Das spart laufende Zählerkosten und schafft eine stabile Basis für Erweiterungen wie E-Mobilität oder Notstrom.
Auch die Einbindung in die Haupterdungsschiene sowie die Nachrüstung von Tiefenerdern erfolgte normkonform – trotz begrenzter Platzverhältnisse.
Ergebnis: 93% Autarkie – und ein System, das mitwächst
Nach Abschluss der Arbeiten im Januar 2025 zeigte das System, was in ihm steckt: 93% Autarkie. Der Eigenverbrauch liegt derzeit bei 24% – und wird mit den geplanten E-Autos weiter steigen.
Für die Bewohner bedeutet das nicht nur „weniger zahlen“. Es bedeutet:
Tagsüber erzeugter Solarstrom, nachts gespeicherte Energie, und das gute Gefühl, die eigene Versorgung wieder steuern zu können.
Ein Satz aus dem Kundenfeedback blieb besonders hängen:
„Die Amortisation schlägt jede Geldanlage bei der Bank um Längen.“
Der Kunde betonte zudem das hohe Fachwissen unseres Projektleiters und die saubere Umsetzung trotz komplexer Rahmenbedingungen – und kündigte bereits den nächsten Schritt an: Notstromversorgung. Genau so entsteht langfristige Zusammenarbeit.
Warum dieses Projekt typisch IntLife ist
Drei Familien, ein Dach, viele Anforderungen – und keine Lust auf eine Lösung „von der Stange“. Genau darin liegt unsere Stärke: Wir denken Systeme in ihrer Gesamtheit und bringen Struktur in technische Komplexität.
In Fürth wurde das sichtbar, weil wir nicht nur Module montiert haben, sondern das ganze System als Einheit geplant haben:
Dachflächen, Zählerarchitektur, Speicherlogik, zukünftige Wallboxen und Notstrom – abgestimmt auf den Alltag der Menschen.
So entsteht ein Zuhause, das nicht nur Energie erzeugt, sondern Lebensqualität.
Ausblick: Das Energiesystem wächst weiter
Mit PV-Anlage und Speicher ist der erste große Schritt getan. Die Vorbereitungen für Notstrom und Wallbox sind bereits abgeschlossen. Das System ist modular, skalierbar und darauf ausgelegt, sich den kommenden Bedürfnissen anzupassen.
Moderne Energietechnik sollte nicht als Insellösung enden – sondern als System, das mit den Menschen wächst.
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